Point 7 AC-X Review

Point 7 AC-X Review

Das Wind Lounge Team testet das Point 7 AC-X 2022 in Tarifa. Die ersten Eindrücke zum Windsurf Freerace Segel erfährst du in diesem Beitrag und unserem Video.
Wir heißen Jibe Wear herzlich willkommen. Du liest Point 7 AC-X Review 4 Minuten

Der erste Eindruck zählt. Nils packt das Point 7 AC-X aus und vor dem ersten Ausrollen bestaunen er und Mario das glänzende Material, sowie das angenehme Gewicht des Segels. Das AC-X macht einen hochwertigen ersten Eindruck, sowohl optisch, als auch in der Haptik. 

Point 7 AC-X Review Test

Ausgerollt fliegen die obligatorischen Papierstücke, die zum Transportschutz des Segels dienen, durch die Gegend. Ein gutes Zeichen - es ist windig! Der erste Eindruck bestätigt sich schnell und sowohl Form, als auch Farben kommen gut zur Geltung. Das Point 7 Branding erscheint beim AC-X dezent und elegant. Es scheint, insbesondere bei der Variante mit gelben Akzenten, weniger aufdringlich. Auffällig ist neben der insgesamt gelungenen Optik der UV-Resistentere Monofilm, welcher im Segelfenster verbaut wurde. Ein klarer Pluspunkt. Sieht sexy aus und wenn er so funktioniert, wie angegeben, dann Halleluja! 

Das Aufbauen des Point 7 AC-X beginnt direkt mit einer Überraschung. In der Größe 7.0 wird ein 460cm Mast und eine 10cm Verlängerung benötigt. High Aspect also. Grundsätzlich unterstreicht das den Anspruch des Segels, so schnell wie ein Point 7 Slalom Segel fahren zu wollen. Wir sind dennoch überrascht, denn die meisten modernen Slalomsegel fahren trotzdem mit einem 430cm Mast.

Aufgeriggt sieht das Point 7 AC-X tatsächlich so aus, als wäre es ein Slalomsegel, dem die Camber abhanden gekommen sind. Viel Loose Leech, ein amtlicher Bauch, der das Motto „Fat is Fast“ unterstreicht und ein insgesamt sehr bündiges Gefühl. Nils und Mario kamen gar nicht auf den Gedanken, noch viel am Trimm rumzuspielen. Ein Bonus war: die Latten waren bei der Lieferung bereits vorgespannt. Für Faulenzer und Trimmallergiker ein Traum! 

Point 7 AC-X Review Test

Info: Nils, welcher sich mit Point 7 Segeln gut auskennt, hat das Segel >über< den empfohlenen Trimmpunkt hinaus durchgezogen. Circa 2cm mehr als empfohlen, schienen passend. 

Der Weg zum Wasser offenbarte Mario und Nils eine erste Ernüchterung. Allerdings nicht im Bezug auf das AC-X, sondern im Bezug auf die Bedingungen. Chaotischer Chop und böiger Wind. Suboptimal, insbesondere für einen ersten Test. 

Mario ging mit seinem Avanti Sails Poweride (Monofilm) aufs Wasser, um für Nils eine Speedreferenz darzustellen. Kaum waren beide draußen und im Gleiten, ging es dann doch besser als erwartet. Obwohl die Bedingungen keine Speedruns erlaubten, fuhren sowohl Mario, als auch Nils, über 30Kts Max Speed. Jeweils mit dem Point 7 AC-X, Avanti Sails Poweride und auf entsprechenden Slalom Boards, mit Slalomfinnen. 

Nach einer anstrengenden Session ging es nun an die Auswertung der ersten persönlichen Eindrücke. Nils war begeistert vom Point 7 AC-X. Als Speedfahrer, der gerne auch mal 45 Knoten schnell fährt, war ihm der Gedanke eines camberlosen Segels erstmal sehr suspekt. Umso überraschter war er, dass er nicht nur schnell auf dem Wasser war, sondern auch noch richtig Spaß hatte. 

Point 7 AC-X Test Review

Nils und Mario fassen die ersten Testeindrücke wie folgt zusammen: 

Das Point 7 AC-X wird von seinen Entwicklern als Slalomsegel ohne Camber angepriesen. Dieser Anspruch ist unfassbar hoch. Denn die Definition eines Slalomsegels ist zwar nicht eindeutig festgelegt, aber man denkt hier natürlich direkt an Wettkampfsegel. Um Weltmeister zu werden, braucht man aber Camber - so ist es nun mal. Als Slalomsegel würden Nils und Mario das AC-X also nicht bezeichnen. 

Aber: bis auf die kleine Irreführung in der Produktbeschreibung, hat das Point 7 AC-X einen rundum positiven Eindruck gemacht. Nicht nur das, es hat überwältigende Performance gezeigt. Der Druckpunkt blieb die ganze Session über so stabil, dass Nils es kaum glauben konnte. Wie festgenagelt und beinahe so, als wären Camber verbaut worden. Der Speed war tatsächlich so schnell, dass auch ein Slalomsegel kaum schneller gewesen wäre. Im Handling war das Segel ein Mü anspruchsvoller, als gewöhnliche Freeridesegel, aber immer noch spielend leicht. Die Performance erfordert eben kleine Kompromisse. 

Fazit: wer ein Freeridesegel, zu einem guten Preis und mit einem starken Fokus auf Performance kaufen möchte, dem können wir das Point 7 AC-X mit gutem gewissen anvertrauen. Es ist allerdings nicht auf Anfänger geeignet, hier empfehlen wir ein etwas gemäßigtere Freeridesegel. Für Aufsteiger und Fortgeschrittene, die richtig ballern wollen, aber keine Lust auf lästige Camber haben, ist das AC-X eine der besten Optionen. 

Nils berät dich gerne persönlich beim Kauf deines nächsten Point 7 Segels. Melde dich einfach per Mail an nils@windlounge.de und bringe deine Windsurf Sessions auf das nächste Level! 

Hang Loose, 
dein Wind Lounge Team 

 

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